As long as you love me

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Home is where your heart is

Samstag, 13. Oktober 2012

Just another evening...

Just another evening...


Freitagabend. Ich und die Katze. Und ein paar Gedanken, die so im Kopf herumschwirren.


Here I am again. Friday, October 12th.
Pops und ich schauen grad Emmerdale (big drama: Karl hat seinen Bruder rausgeschmissen!), ich trinke ein Stella und läute das Wochenende ein.
Heute war ein recht erfolgreicher Tag.
Morgens bin ich in die Stadt gefahren, da meine Bank noch meinen Perso und einen Adressnachweis im Original brauchte. Trotz einiger Probleme (die Frau am counter hatte noch nie einen deutschen Perso gesehen, woraufhin ich ihr die Gesetze der EU erklären musste… ;)!) hat alles gut geklappt und die Karte wird mir in den nächsten Tagen zugeschickt.
Heute hab ich auch wieder was gelernt: In Southampton heißt *cheers* tschüss und im Norden heißt es danke. Anfangs war ich sehr verwirrt davon.

Cool war heute auch: als ich an der Bushaltestelle saß, hielt ein Auto an und ein Mann fragte mich nach dem Weg, den ich dann sogar wusste!!! Das war echt ein schönes Erlebnis, auch wenn es eine Kleinigkeit war. Aber ich habe mich dadurch irgendwie heimisch gefühlt.

Katie ist immer noch in der Türkei, aber scheinbar gewöhnt man sich an alles. Ich finde es zwar nicht schön, allein zu sein, aber es ist okay- außerdem ist Popstis ja auch noch da!

Memo an mich: Gibt es in jedem größeren englischen Ort einen Pub, der „Prince of Wales“ heißt? Irgendwie sehe ich überall einen. Und- unwichtig- aber ist damit Charles, William oder Harry gemeint? Haha!

Mich wundert es, dass mir das deutsche Bier nicht fehlt… ich mag Lager eigentlich ganz gerne. Und auch der Wein schmeckt mir hier.
Ach ja, das englische Essen, das ist wirklich lecker, versprochen! Klar ist Mintsauce nicht jedermanns Sache, aber es gibt so unglaublich viele Angebote und Alternativen, besonders für Vegetarier. Auf jedem Produkt, was man im Supermarkt kauft (sei en es Nudeln oder Marmelade(!!!)) steht, ob es suitable for vegetarians and/or vegans ist.  Das gefällt mir echt gut. Auch die Restaurants sind etwas weiter, was das angeht. Hinter jeder vegetarischen Speise ist ein V in grün abgebildet, sogar bei McDonald’s oder PizzaHut.

Was mir hier aber sehr fehlt, ist das stundenlange telefonieren mit meinen Freundinnen, besonders mit Annika und ganz besonders an Sonntagen- das ist so ein Ritual von uns. Das geht nun mal nicht so gut jetzt hier.
Und man kann nicht mal eben anrufen und sich verabreden, wenn einem langweilig ist.
Aber irgendwann geht das auch wieder, und ich habe ja auch hier schon nette Leute kennengelernt.
Jedenfalls denke ich an euch alle!!!
Und an meine Familie natürlich. Mama sehe ich nächste Woche in London. Aber Papa, Enge, Oma und Dörchen- wenn einer von euch das liest- ich vermisse euch und hab euch lieb!

So, nun ist Emmerdale fast vorbei.
Und Karl hat nicht nachgegeben!!!! ;)

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Manchester mal anders

In the name of football!

...und zwar mal nicht wegen Take That, sondern um zum Fussball zu gehen. Manchester City gegen Sunderland. Und Besuch von Anja aus Hannover. Krönender Abschluss in Liverpool (wo ich -ohne es zu wollen- zweimal gelandet bin...)!



 Nach genau 22 Tagen in England bin ich heute zum ersten Mal allein. Ich sitze grad in meinem Zimmer bei Katie, die Katze neben mir, und schaue NCIS.
Am Samstag habe ich Anja aus Hannover getroffen und war mit ihr beim Spiel Manchester City gegen Sunderland, schon um viertel vor 1 mittags war Anpfiff.
Hinterher waren wir im Mary D’s Pub, ein ManCity-Pub, der riesengroß ist.
Am Abend waren wir dann noch in Manchester unterwegs- erst in diversen Karaoke-Bars und später im „Mojo“-Club.

 Am Sonntag dann mein *HORRORtrip*.

 

Mit dem Zug von Manchester nach Warrington fährt man normalerweise 15 Minuten. Nach 20 Minuten wunderten wir uns und erfuhren dann, dass Warrington wegen Straßenarbeiten nicht angefahren wird. So landeten wir dann in Liverpool.
Der Mann am Ticketschalter erklärte mir, ich müsse den Zug nach Newton-le-Willows (wo auch immer das sein sollte) und anschließend von dort einen Bus nach Warrington nehmen.
Mit einer Stunde Verspätung kam ich auch tatsächlich in Newton an- der Bus war allerdings weg. Nach einer weiteren Stunde Wartezeit kam er dann.
In Warrington angekommen hab ich direkt den falschen Bus genommen und landete- statt zuhause- am anderen Ende der Stadt.
Mir war kalt, ich war müde und hatte Hunger, also habe ich mir ein Taxi gerufen.
Um 11 waren wir in Manchester gestartet- um halb 5 war ich endlich zuhause.
Dort habe ich dann erstmal ein Bad genommen und eine heiße Suppe gegessen.
Anja kam dann abends doch noch.
Am Montag sind wir dann zusammen nach Liverpool gefahren- auf den Spuren der Beatles! 
 
Besuch aus Hannover in Liverpool!


I bet my Mum is jealous now! ;)

the famous Cavern Club- She loves you yeah yeah yeah!


Und nun bin ich also allein. Aber ich habe genug zu tun, und so komme ich auch mal wieder dazu, mich um meine Fernschule zu kümmern.

Ich grüße euch alle ganz lieb!!! Bald gibt’s sicher wieder spannendere Themen, sobald ich wieder unter Leuten bin!

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Overwhelmed.

...after being underwhelmed for quite a long time. ;)

Heute ist der Tag der deutschen Einheit. Und ausgerechnet heute fühle ich mich England besonders nah. 

 

in England you can almost touch clouds...

Manchmal habe ich solche Momente- wie jetzt- in denen ich da sitze, nachdenke und dann gar nicht wirklich glauben kann, dass ich wirklich in England bin.

Und dann treffe ich immer wieder Menschen – im Supermarkt, an der Bushaltestelle oder irgendwo in der Stadt- und dann weiß ich wieder, warum ich schon damals mit 14 Jahren immer für eine längere Zeit nach England kommen wollte.

Heute an der Bushaltestelle zum Beispiel. Als ich dort ankam, saß dort bereits eine ca. 70jährige Omi und wartete. Sie fragte mich dann, ob das der richtige Bus ins Zentrum sei. Ich hab‘ ja gesagt und dann erzählte sie mir, dass sie grad ihren Enkelsohn von seiner Mutter zu seinem Vater gebracht hat und nun ein paar Besorgungen machen möchte. Im Laufe dieses Gesprächs fragte sie mich dann woher ich komme und ich habe es ihr erzählt.
Ich meinte dann, dass ich Arbeit suche und jetzt erstmal eine NI-Nummer beantragen und ein Bankkonto eröffnen möchte.
Daraufhin hat sie mir Tipps gegeben, wo ich nach Jobs fragen kann, dass in Manchester überall die Fernsehsender sitzen und dass der Pub an der Ecke eigentlich immer nach staff sucht.
Im Bus haben wir dann noch weiter geredet und sie hat mir noch gezeigt, wo in der Stadt ich finde, was ich suche .
Als wir ausgestiegen sind, sagte sie zum Abschied: „I wish you all the best darling and I hope you’ll find a job soon. Welcome to our country!“
Und das war nur eins von unzähligen Beispielen.
Der Busfahrer beispielsweise. Als ich eingestiegen bin, meinte ich: „I need to get off at the city centre, which stop is it?” Er hat es ausführlich erklärt und als ich ausgestiegen bin, meinte er: “And when you get back, just look for bus no. 17 or 17a. It’s at Bay No. 17 and will take you right back. If you shouldn’t find it, ask anyone, they’ll help you.“
Ich war ganz überfordert!
Schon im Supermarkt, jedes Mal wird man gefragt ob man Hilfe beim Einpacken braucht…

Ach, oder heute, beim Aufladen meiner Prepaid-Karte im Kiosk: „Hi there dear, how are you, how can I help you?“
„Do you sell Lebara top-up cards?“
“Sure darling, how much do you need?”
Einfach dieser “normale”, “alltägliche” Umgangston miteinander macht Alltagssituationen so viel angenehmer.
Ich kann gar nicht anders als dauernd lächelnd durch die Gegend zu latschen, weil mir niemand einen Grund gibt, vermufft zu schauen. Niemand ist unhöflich, rennt dich um oder quatscht dich blöd an. Und sich anstellen, egal wo, ist soooo angenehm und entspannt, da macht es überhaupt nichts aus, wenn man auf etwas warten muss.

Was für Lobeshymnen! So möchte ich irgendwann auch mal von einem Mann schwärmen können! :D
Oder ich halte es weiterhin wie Queen Elizabeth I., die gesagt hat:
„I don’t need a husband. I’m married to England.“


Montag, 1. Oktober 2012

You said I was northern scum...

Welcome to Warrington!

Nach 10 Stunden im national express (dank Stau) und einmal umsteigen in London bin ich tatsächlich am Donnerstag, den 27ten September bei Katie in Warrington angekommen (zwischen Manchester und Liverpool).

 

Katie hat mir einen tollen Empfang bereitet. Sie hat mich am Bus abgeholt, zusammen mit ihren Zwillingen Dominic und Ruby, und dann sind wir zu ihr gefahren. Zur Begrüßung gab es Chinese take away und vino (und am Ende des Abends haben wir die Küche zum Club gemacht!)

the first night at Katie's in Warrington

Am nächsten Morgen ging es nach 4 Stunden Schlaf zusammen mit Katies Kumpel Gary im Zug nach Liverpool zu Primark. Natürlich hat der Straßenmusiker nur die Beatles gespielt! Allein dafür hätte sich die Fahrt gelohnt!
Nach 10 Minuten Schlaf am Nachmittag sind wir mit Sindy und ihren kids Paige, Nikita und Ben nach Blackpool gefahren und haben uns die Blackpool lights angesehen. Leider war es kalt direkt am Meer und hat auch wieder geregnet, aber die Lichter waren wirklich schön.

Und dann kam der Samstag... a night to remember!

 

Ausgeschlafen und halbwegs fit sind wir in den Samstag gestartet. Sindy und ihre Kinder hatten auch bei Katie übernachtet, und zum Frühstück haben wir dann alle zusammen "Ein Hund namens Beethoven" geschaut.
Katie, Dom, Rubz und ich sind später zum ASDA gefahren und haben für den Abend eingekauft. (Hab ich schon erwähnt, dass man hier keinen Müll trennen muss? - Ich liebe es!)
Abends kam Sindy vorbei und wir haben uns alle zusammen umgezogen, geschminkt und dazu einen Sekt getrunken.

Sindy und ich beim fertigmachen! I'm wearing a dress! ;)
Zuerst sind wir dann alle in einen Pub gefahren und anschließend zu John nach Hause. Dort gab es Jagerbombs und Snacks. Gegen 11 sind wir dann in einen Club gefahren. Die Musik war super und wir hatten unglaublich viel Spaß. Dementsprechend hatte die gesamte Gruppe auch einen "leichten" Kater am nächsten Morgen. Katie und ich haben den dann mit Pizza und Suppe bekämpft und dazu X-factor UK mit Gary Barlow geschaut. Herrlich!!!
Inzwischen bin ich etwas erkältet und deswegen auch ziemlich platt, aber ich denke, in ein paar Tagen bin ich wieder auf dem Damm. Bis bald!!!

In the middle of nowhere? No.

In the middle of nowhere?! No.

24.09. - 27.09.2012 Southampton - Bursledon - The Devonia - Hamble

 

Den National Express Bus zu nehmen ist auch eine neue Erfahrung gewesen. Darin muss man sich anschnallen! Und entweder war die Klimaanlage kaputt oder ich war zu doof, die Belüftung richtig einzustellen. Jedenfalls kam ich nach 2 Stunden total durchgefroren in Southampton an. 
Nach einer absolut krassen Taxifahrt (der Taxifahrer, ein Pakistani, fragte mich ob ich nicht bei ihm schlafen möchte für 15 Pounds die Nacht, er hätte aber nur ein Zimmer und ein Bett!!!!!!!) bin ich trotz großer Bedenken nach besagtem Dialog in meinem Bed&Breakfast - Devonia - in Bursledon angekommen.
Dort begrüßten mich die Besitzer- Jeff und Dave- und der Dalmatiner Todd.
Nach einer Woche im hektischen London ist das Devonia eine extreme Umstellung. Es liegt ländlich, es ist ruhig und ich habe ein Einzelzimmer mit Fernseher und Wasserkocher. 
Dave ist dann mit mir rumgefahren und hat mir Hamble mit seinen vielen Yachtclubs gezeigt und ich habe endlich auch das Meer gesehen. 
Dann gings noch zu dem größten Tesco den ich jemals gesehen habe und abends gab es einen Wein mit Jeff und Dave.
Die beiden sind wahnsinnig lieb und witzig und - englisch eben - total hilfsbereit.
"If you need anything, whatever- just ask us." 

mein Zimmer im Devonia

Heute (25.09.) wollte ich eigentlich nach Southampton fahren. Stattdessen habe ich mich dreimal verlaufen und jedes Dorf in der Gegend erkundet, bis ich irgendwann wieder vor dem riesigen Tesco's stand. Aber dank gefühlten tausend "excuse me"'s und netten Menschen habe ich dann doch die richtige Bushaltestelle nach SH gefunden- allerdings war es dann viel zu spät, mir taten die Füße weh und so bin ich wieder nach Hause gelatscht. Jeff und Dave mussten Besorgungen machen und so habe ich dann auf Todd aufgepasst.

Todd, the dog
Nebenbei habe ich in dem b&b die Rezeption gemacht. :) Auch eine schöne, neue Erfahrung.













Am 26.09. bin ich dann tatsächlich in Southampton angekommen, leider war der Tag ziemlich verregnet. Also habe ich mich die meiste Zeit in der West Quay Shopping Mall aufgehalten und auch an Primark konnte ich nicht vorbei gehen. 

Doppelregenbogen in Southampton

I forgot my umbrella. Thanks to the english rain!




























Am Abend war ich dann noch mit Mark und Ian- zwei anderen Gästen im b&b in einem kleinen Dorfpub (in dem übrigens netterweise Take That gespielt wurde- Kommentar Mark: "They're playing that whenever they want people to LEAVE!" :D). 

Cheers mates!
Am nächsten Morgen haben Jeff und Dave mich zum national express gebracht. Auf zur nächsten Station. Auf nach Warrington zu Katie!