As long as you love me

As long as you love me
Home is where your heart is

Donnerstag, 1. November 2012

Angekommen.

Home, sweet home.

“Throw your dreams into space like a kite, and you do not know what it will bring back, a new life, a new friend, a new love, a new country.”
- A. Nin

Gold gefunden!!!

Ich glaube, inzwischen bin ich wirklich in England angekommen. Ich fühle mich zuhause, ich fühle mich wohl und ich weiß mittlerweile, wo ich was im Supermarkt finde. Der Busfahrer kennt mich und ich kenne die Frau, die jeden Morgen um 5 nach 8 mit dem Bus in die Stadt zur Arbeit fährt.


Ich habe den morgendlichen Nebel gesehen, einen Kater gehabt, Halloween gefeiert, eine blöde Taxifahrerin gehabt, Ämter besucht, bei McDonald’s einen Wrap gegessen und mittags im Pub ein Bier getrunken.
Ich bin abends zum Feiern ohne Jacke losgegangen, habe mir die Nägel machen lassen und mit dem Kassierer im ASDA über Katzen gesprochen.
Ich habe Quorn für mich entdeckt und kann jetzt indisch kochen.
Ich habe Toffee-Cider probiert, habe Ruby gezeigt wie die Queen ihrem Volk zuwinkt und wurde von Dominic bei Temple Run besiegt.
Ich habe neue Wörter gelernt, den Slang kapiert und meinen Namen in zehn verschiedenen Ausdrucksweisen gehört (Bri-a, Brieeeta, Br-a, Bridge, Brittany, Britain, Brit, Britt-ah).


So proud- the first letter to this adress!


Sunshine in the neighbourhood

Ob ich Deutschland vermisse?
Klar vermisse ich meine Familie, Freunde und Pumi.
Ich vermisse auch Tütensuppen mit vielen E’s darin (hier nur in Dosen und dann auch noch ziemlich gesund…) und Krombacher.
Ich vermisse es, Samstags irgendwohin zu gehen und ein Werder-Spiel zu schauen.
Ich vermisse Sonntagabends Navy CIS zu schauen und danach stundenlang mit Annika zu telefonieren.
Ich vermisse Gassirunden mit Ela und Pumi und die Sprite und das PompDuck-Brötchen dazu.

Es gibt aber auch Sachen, die ich nicht vermisse und ohne die ich viel besser leben kann.
Und dazu gehören auch Menschen, klar.
Freunde, die keine mehr waren.
Gedanken, die sich immer im Kreis gedreht haben und zu nichts geführt haben.
Lustlosigkeit, die immer größer geworden war.
leaving the room (by Ruby)
Das Arbeitsamt.
Der Tag der Norddeutschen und alles, was damit (für mich) zusammenhängt.
Hannover 96 und der Hype darum, und ebenfalls alles, was damit (für mich!) zusammenhängt.

Die Jobsuche war schwieriger, als ich anfangs dachte. Gleichzeitig bin ich aber auch viel motivierter gewesen als ich es in Hannover war und das wiederum hat alles etwas einfacher gemacht.

Ich habe im letzten Monat- auch wenn das jetzt bescheuert klingt- mehr zu mir selber gefunden. Ich fühle mich wohler in meiner Haut und bin mir in einigen Dingen klarer darüber, was ich will und was ich nicht will.
Ich habe neue Ziele und ich habe einen Plan.
Und eins ist mir jetzt auf jeden Fall klar:
Manchmal muss es ein Ende geben, damit es einen neuen Anfang geben kann.





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